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Sehenswürdigkeiten

Schloßberg mit unterirdischen Gängen und Burgresten

  • © Bernd Preis - Topviewpictures.de
  • Burgfest auf dem Schloßberg

Fünfhundert Jahre nach der Zerstörung der Julbacher Burg hat der Verein Burgfreunde zu Julbach e. V. den Schloßberg aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Es wurde Platz geschaffen, um Besuchern verschiedene Sitz- und Rastgelegenheiten zu bieten. Eine achteckige Tafelrunde, mehrere Tische und Bänke und eine kleine Unterstandshütte laden zum Verweilen und zum Genießen der herrlichen Aussicht ins Inntal ein. Ein 20 m hoher Mast mit der Vereinsfahne, dem Wappen der Herren zu Julbach, kündet weithin sichtbar von den Aktivitäten der Burgfreunde.

Spektakulär ist das ausgedehnte unterirdische Gangsystem, das den Julbacher Schloßberg in geringer Tiefe durchzieht. Erhalten hat sich ein spitzbogiger, ca. 1,8 m hoher und 0,6 m breiter Stollen von ca. 41 m Länge, der den lockeren Mergelboden in West-Ost-Richtung durchzieht. Von diesem Hauptstollen zweigen vor allem nach Norden mehrere Gänge ab, von denen zwei nach einigen Metern hakenförmig blind im Sand-Kies-Gemenge enden, nie vollendet wurden. Andere Seitengänge sind verschüttet. Offenbar existierte auch ein Ostzugang von der Vorburg her. In den porösen Gangwänden haben sich einige Lichtnischen erhalten. Größere Räume fehlen heute.

Wer die Gänge besichtigen möchte, kann sich die Schlüssel hierfür im Rathaus, Einwohnermeldeamt abholen.

Pfarrkirche St. Bartholomäus

Erbaut 1484, entspricht die Pfarrkirche stilistisch dem Sakralbau aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts.
Am Fuß bewaldeter Höhenzüge des Urstromtals des Inn malerisch gruppiert und von der Ringmauer des Friedhofs umgeben, erhebt sich der einschiffige Kirchenbau mit dem Turm, dessen oberer Teil durch einen Blitzschlag 1687 zerstört und mit steilem Spitzhelm wieder aufgebaut wurde.

Von anmutig lichter Schönheit präsentiert sich der Innenraum der St. Bartholomäus-Pfarrkirche von Julbach. Der Chor ist fast nicht eingezogen, mit zwei Jochen und Schluss in drei Achteckseiten liegt er um zwei Stufen höher als das Mittelschiff. Aus den Gewölbezwickeln des spätgotischen Netzrippengewölbes sprießen rostrotdunkelgrüne Ranken, Doppelschwarzstreifen gliedern die gelbgetönten Rippenbögen, die Kreuzungspunkte der Rippen sind marmoriert bemalt.