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Inklusion

„Es gibt keine Norm für das Menschsein. Es ist normal, verschieden zu sein.“

Dies bedeutet konkret für das Miteinander in unserem Haus, dass wir generell offen sind für das „Anders sein“ von Kindern. Für uns steht das Kind in seinem Sein und mit seinen Begabungen im Vordergrund. Gegenseitige Wertschätzung, Achtung, Akzeptanz, sowie Empathie in der Vielfalt sozialer Kontakte stärken die Gemeinschaft und wirken einem „Ausgegrenzt sein“ entgegen.

In unserer pädagogischen Arbeit zielen wir darauf ab, bei allen Kindern –  also ungeachtet ihres „Anders seins“ – im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung und Förderung individuelle Interessen und Fähigkeiten zu wecken und zu fördern, sowie Selbständigkeit, Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Wir definieren in unserem Haus Inklusion als gemeinsam gelebten Alltag mit Kindern:

  • Unterschiedlicher sozialer Herkunft
  • verschiedener Kulturkreise und Religionen:

Eine Öffnung des Kindergartens für Kinder bzw. Familien aus verschiedenen Kulturkreisen und Religionen sehen wir als Chance zu einem lebendigen und bereichernden Miteinander. Es ergibt sich daraus die Möglichkeit, mit den Kindern fremde Länder, Sprachen, Kulturen und Glaubensrichtungen zu thematisieren, kennen und achten zu lernen.

Jedoch basiert unsere religiöse Bildungs- und Erziehungsarbeit in erster Linie auf der Grundlage des Evangeliums und den Grundsätzen der kath. Soziallehre. Somit ist es uns nicht möglich, andersgläubige Kinder in ihrer religiösen Tradition zu beheimaten.

  • mit Entwicklungsverzögerung(en)/ gesundheitlichen Beeinträchtigung(en)/körperlicher und/oder geistiger Behinderung:

Für uns steht das Wohl jedes einzelnen Kindes im Vordergrund. Ziel der Integration eines Kindes mit Behinderung ist seine Förderung, die Miteinbindung in den gelebten Alltag mit nicht-behinderten Kindern, sowie die Begleitung gegenseitiger Lernprozesse von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Jedes Kind spielt und lernt bei uns gemäß seinem ihm eigenen Entwicklungsrhythmus.

Für die Planung und Gestaltung der pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Entwicklungsverzögerung(en)/ gesundheitlichen Beeinträchtigung(en)/ körperlicher, geistiger und/oder seelischer Behinderung werden keine speziellen Bildungsziele definiert. Vielmehr geht es darum, unterschiedliche Kompetenzen, Ressourcen und Bedürfnisse der Kinder angemessen zu berücksichtigen, sowie Zielstufen und methodisches Vorgehen darauf abzustimmen. Unabdingbar ist folglich, den Entwicklungsstand und die Auswirkungen der Behinderung auf die kindliche Entwicklung durch Beobachtung zu ermitteln, zu dokumentieren und einen individuellen Förderplan zu erstellen.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die enge Zusammenarbeit mit Eltern, Therapeuten und Fachdiensten. Die Eltern als „Experten ihres Kindes“ sind für uns wichtige Ansprechpartner im Dialog hinsichtlich der Planung und Gestaltung von Bildungs- und Erziehungszielen. Durch einen regelmäßigen Austausch mit Therapeuten und Fachdiensten sehen wir eine weitere Möglichkeit, die Betreuung und Förderung von Kindern mit Entwicklungsverzögerung(en)/ gesundheitlichen Beeinträchtigung(en)/ körperlicher, geistiger und/oder seelischer Behinderung in positive Bahnen zu lenken und zu optimieren.