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Vorschulerziehung

Schulneulinge sind keine Neulinge des Lebens! Sie haben sechs Jahre geschaut, gehört... mit allen Sinnen die Welt wahrgenommen.
Armin Krenz & Roswitha Raue

Vorschulerziehung umfasst in unserem Haus nicht nur das letzte Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt, sondern die gesamte Kindergartenzeit - und zwar entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand der einzelnen Kinder. Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an. Darum sind alle Lebensjahre für die Entwicklung eines Kindes gleichermaßen von Bedeutung.


Dennoch messen wir dem letzten Jahr vor der Einschulung einen besonderen Stellenwert bei und bereiten die Kinder durch die sog. Vorschulerziehung intensiv auf die Schulsituation vor. Denn mit der Einschulung ändern sich die Anforderungen an die Kinder: es kommen neue Arbeitsweisen, Verantwortungsbereiche und auch ein größerer Aktionsradius auf sie zu.

Vorschulerziehung:
darunter verstehen wir nicht das Arbeiten nach strukturierten Lernprogrammen und Leistungsanforderungen, um Kinder für die Schule „fit" zu machen. Das „schulmäßige Lernen" hat seinen berechtigten Platz in der Schule und erst hier werden Kinder zu Schulkindern!

In unserem Kindergarten bedeutet Vorbereitung auf die Schule vielmehr eine spielerische und ganzheitliche Förderung der Kinder in allen themenbezogenen Förderschwerpunkten des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Diese sind dicht miteinander verflochten und beeinflussen sich gegenseitig.

Unsere Ziele der Vorschulerziehung:

  • Förderung des lustbetonten, eigenmotivierten Lernens
  • Unterstützung der kindlichen Entwicklung im Hinblick auf die Schulfähigkeit
  • Herstellen von Chancengleichheit
  • Entwickeln und Stärken wichtiger zukunftsorientierter Basiskompetenzen
  • Schrittweises Erlangen von Sicherheit im Umgang mit der neuen Lebens- und Lernwelt „Schule"
  • Positive Einstimmung der Kinder auf die Schule und Schaffen eines gleitenden Übergangs zwischen Kindergarten und Grundschule


So gestalten wir Vorschulerziehung:

Partizipation der Kinder am täglichen Miteinander durch übertragen von Aufgaben/Verantwortung

In unserem Haus werden an die Kinder - speziell auch an unsere Großen - kleine Aufgabenbereiche und Pflichten herangetragen (z. B. Telefondienst u. a. gruppenspezifische Arbeiten). So lernen sie Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sich einander zu helfen und in Alltagshandlungen selbständig zu werden.

Teilnahme an Exkursionen

Durch Ausflüge und Exkursionen in unsere nähere Umgebung erschließen wir den Kindern die örtliche Umgebung, erweitern ihr Erfahrungsfeld und setzen neue Impulse.

Gezielte Angebote für Vorschulkinder in der Teilgruppe/Einzelförderung

Bedingt durch die doch recht breite Altersspanne von 2 - 6 Jahren achten wir darauf, dass den Kindern entsprechend ihrer Entwicklung und dem Alter in Teilgruppen Erfahrungs- und Lernimpulse angeboten werden - dementsprechend natürlich auch unseren Vorschulkindern!

Herstellen von frühzeitigen Kontakt zur Grundschule

Im Rahmen der Kooperation mit der Grundschule Julbach wurde unserem Kindergarten ein freistehendes Klassenzimmer zur Verfügung gestellt. Dieses nutzen wir verstärkt für unsere päd. Arbeit mit den Vorschulkindern, um so in altershomogenen Gruppen unseren Großen gezielt ausgewählte und altersgerechte Erfahrungs- und Lernimpulse auf spielerische Weise anzubieten.

Außerdem können sich auf diese Weise die Vorschulkinder frühzeitig mit dem Lernumfeld „Schule" vertraut machen, damit der Übergang vom Kindergarten in die Schule möglichst nahtlos und stressfrei gelingt.

Schnuppern in der Grundschule

„Schnuppern in der Schule" - das bedeutet für die Kinder in der Grundschule, die sie ab Herbst besuchen werden, als Gast ein kleines Stück Schulalltag mitzuerleben, erste Kontakte zu Lehrern und anderen Schulkindern zu knüpfen und sich über den künftigen Lebensraum „Schule" einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Somit gewinnen die Kinder zusätzlich Sicherheit und die Vorfreude auf den nächsten Lebensabschnitt wird geweckt-

Anfertigen von Arbeitsblättern

Das Arbeiten mit Vorschulblättern stellt ein zusätzliches Medium unserer Vorschularbeit dar. Diese werden ergänzend zum Spiel eingesetzt und haben folgende Zielsetzung:

  • Vertiefung von bereits vorhandenem Wissen
  • Vorstehen lernen von Arbeitsaufträgen, die an eine Gruppe gerichtet sind und nicht an eine Einzelperson;
  • Ordnung halten: jedes Kind ist für sein Arbeitsmaterial eigenverantwortlich!
Mitgestaltung versch. Feste und Feiern

Bei Feiern und Veranstaltungen, die uns im Jahreskreis begleiten (z. B. St. Martin, Krippenandacht, Kiga-Fest...), werden unsere Vorschulkinder bei der Programmgestaltung aktiv miteinbezogen. So können sie u. a.

  • neue Fähigkeiten und Vorlieben an sich entdecken,
  • die damit verbundenen Erfolgserlebnisse stärken das Selbstbewusstsein
  • und zudem erleben die Kinder Gemeinschaftssinn und Brauchtumspflege hautnah
Übernachten im Kindergarten

Gegen Ende des Kindergartenjahres dürfen die Schulanfänger eine Nacht im Kindergarten verbringen. Das bedeutet: Abendessen, Lagerfeuer-romantik, lustige und spannende Spiele und vieles mehr!

Für so manche Kinder ist dies das erste Mal, dass sie nicht zu Hause in gewohnter Umgebung schlafen und so unterstützt diese Aktion den Abnabelungsprozess bei den künftigen Schulkindern und stärkt ihr Selbstbewusstsein, wie auch ihre Selbständigkeit.

Ausflug mit den Vorschulkindern

Es ist in unserem Haus schon zu einer festen Einrichtung geworden, dass wir gegen Ende ihrer Kindergarten-Zeit mit unseren „Großen" einen Ausflug unternehmen, z. B. nach München ins Kindertheater oder in kindgerechte Museumsausstellungen. Auf diesen Tag warten die Kinder stets mit großer Vorfreude: heißt das doch ein spannendes Abenteuer einmal ohne die Eltern zu erleben und dabei auch viele neue Eindrücke zu sammeln.