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Lesewoche


An der Grafen von Schaunberg Schule wurde die Vorweihnachtszeit mit einer Lesewoche beendet. Den Startschuss dazu lieferte eine interaktive Lesung mit Gernot Ostermann vom „Theater spielzeit“. Das „Kinderbuch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ wurde ihnen zunächst mithilfe großer Bildtafeln vorgelesen, danach durften die Kinder die Geschichte im Theaterworkshop nachspielen und in die einzelnen Rollen schlüpfen. Da die Lesung für jede Klasse einzeln stattfand, kam auch jedes Kind zum Einsatz. Die erste Klasse startete die Märchenwoche am Montag mit einer Erzählrunde. Dabei wurde gesammelt, welche Märchen die Kinder schon kennen. Von zuhause brachten die Erstklässler verschiedene Märchenbücher mit, in denen fleißig geblättert wurde. In den kommenden Tagen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen an jeweils einem bekannten Märchen. Mit Hilfe von Mp3-Playern wurden die Geschichten angehört und angeschaut und wiederholt. Anschließend sortierten die Kinder Bilder in die richtige Reihenfolge und gestalteten tolle Plakate, die noch mit selbst geschriebenen Wörtern und kleinen Bildern ergänzt wurden. Nun übten sich die Erstklässler als Märchenerzähler und probten fleißig, wie man ein Märchen spannend und gut erzählt. Am Donnerstag wurden schließlich die Geschichten der einzelnen Gruppen in kleinen Referaten vor der ganzen Klasse vorgetragen. Außerdem las die 1. Klasse täglich in der Nikolauslektüre „Die Weihnachtsmaus sucht ein Zuhaus“, in der es um die kleine Maus Alma geht, die täglich auf der Suche nach einer gemütlichen Bleibe ein neues Erlebnis hat. Auch im Adventskalender befand sich täglich ein kleiner Lesetext, bei dem es um das Schaf Edgar und das Schwein Siggi ging. Alle Kinder der Klasse und auch Frau Pringsheim kamen in der Geschichte vor.

In die Märchenwelt tauchte auch die 2. Klasse ein. Jeden Tag vertieften sich die Kinder in die Geschichten und erweiterten zunehmend ihr Wissen. Dazu dienlich waren die spielerischen Formen des Märchenquiz, das Schreiben von Märchenelfchen, märchenhafte Rechenaufgaben, ein Bilderquiz und das Erkennen von Fehlern in bestimmten Märchen. Außerdem wurden Lesezeichen gebastelt für die nächste Lektüre im Klassenverband.

Auch in der dritten Klasse stand die Lesewoche ganz unter dem Motto Märchen. Besonders im Fach Deutsch wurden viele verschiedenen Märchen gelesen und angehört. Die Kinder gestalteten ein eigenes Märchenlapbook, schmökerten in vielen unterschiedlichen Märchenbüchern und fanden so zum Beispiel heraus, welche Figuren, Gegenstände und Zahlen in Märchen eine große Rolle spielen. Auch die Gedichtetalley durch das Schulhaus,die auch die 4. Klasse durchlief, bereitete den Drittklässlern sichtlich Freude. Das Begleitheft bot zu jedem gelesenen Gedicht Arbeitsaufträge an, die Gelegenheit bot, selbst kreativ zu werden.

Sogar in Mathematik wurden viele märchenhafte Sachgeschichten und Knobelaufgaben gelöst. Das musikalische Märchen "Der Nussknacker" von Tschaikowski lernten die Kinder in Musik kennen. Der krönende Abschluss der ereignisreichen Woche bildete ein Märchenquiz, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihren großen Wissenschatz anwenden konnten.

Am Montag befasste sich die 4. Klasse ebenfalls mit dem Thema „Märchen“. Zunächst wurde die Geschichte des Froschkönigs (in einer unkonventionellen Version von Janosch) gelesen. Danach durften die Kinder selbst ein ihnen bekanntes Märchen verfremden oder ein eigenes erfinden. Diese „Minimärchen“ wurden zu einem eigenen kleinen Märchenbuch gefasst.

Danach wurde Zeitung gelesen. Eine Sonderausgabe für Kinder mit dem Thema „Die 23 spannendsten Rätsel der Menschheit“ bot interessante und anschauliche Informationen, besonderen Phänomenen auf den Grund zu gehen.

Am Donnerstag wurde die Schule von vielen „Promis“ besucht. Pfarrer Ludwig Zitzelsberger, Gabriele Wolfer (ehemalige Lehrerin an der GS Julbach), Gitti Hergeth (Burgfreunde), Stefanie Becker (JaS Beauftragte), Ingrid Köppl (Leiterin der Gemeindebücherei) und Stefan Striegl (Elternbeiratsvorsitzender) erklärten sich bereit, einer Gruppe von Kindern eine selbst gewählte Geschichte vorzulesen.  Alle machten es sich gemütlich, um der Geschichte zu lauschen. Die Palette der vorgelesenen Büchern reichte von „Schnüpperle“ über Pippi Langstrumpf, „Die kleine Hummel Bommel“, bis zu Nikolausgeschichten. Anschließend war noch Zeit, sich in der Leserunde auszutauschen.

Im Anschluss suchten sich die Viertklassler ihre eigenen Lieblingsbücher aus  und arbeiteten eine individuelle Buchvorstellung in Plakatform aus, die den Mitschülern noch präsentiert werden soll.

Am Freitag durften alle Schülerinnen und Schüler ihre ausgelesenen Bücher beim Bücherflohmarkt anbieten. Es herrschte ein reges Treiben von Kindern und Erwachsenen mit großem Interesse an Büchern. Viele gut erhaltene Bücher wechselten zu Taschengeldpreisen den Besitzer. So mancher brachte mehr Bücher mit nach Hause als er verkaufte. Eingedeckt mit so viel Lesefutter für die Ferien erzielte die Lesewoche bei den Kindern einen wahrlich nachhaltigen Effekt!

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